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Welche Förderung es für Websites noch gibt
Von mowa.studio · Webdesign, Branding & Animation aus Wien · Veröffentlicht am

Für eine Website allein gibt es in Österreich derzeit kaum eine Förderung. KMU.DIGITAL, über das Websites und Webshops jahrelang gefördert wurden, hat sein Budget ausgeschöpft und soll ab 2027 nicht weitergeführt werden. Unternehmen mit Standort in Wien können bei der Wirtschaftsagentur Wien noch bis 31. Dezember 2026 einreichen, dort wird die Website aber nur als Teil eines größeren Digitalisierungsprojekts gefördert.
Die Frage nach Förderungen kommt in Erstgesprächen regelmäßig, und die Antwort hat sich 2026 noch einmal geändert. Dieser Stand ist von Oktober 2026. Förderprogramme ändern sich schnell, die aktuellen Bedingungen stehen immer bei der Förderstelle selbst.
Welche Förderungen gibt es 2026?
| Programm | Förderung | Website förderbar? | Stand Oktober 2026 |
|---|---|---|---|
| KMU.DIGITAL | 30 %, max. 6.000 € | ja | ausgeschöpft, keine Anträge mehr, endet |
| Wirtschaftsagentur Wien, Förderung Digitalisierung | bis 50 %, max. 50.000 € | nur als Teil eines Gesamtprojekts | letzte Einreichfrist 31.12.2026 |
| Wirtschaftsagentur Wien, Lebendiges Grätzl | max. 20.000 € | Digitalisierung kann Teil sein | Einreichung bis 31.12.2026 |
| aws Digitalisierung, AI-Adoption | bis 80 %, max. 150.000 € | nein, es geht um KI-Einsatz | Programm gültig bis Ende 2026 |
Gibt es KMU.DIGITAL noch?
Nein, neue Anträge sind nicht mehr möglich. KMU.DIGITAL war lange das Programm für kleinere Digitalisierungsprojekte. Zuerst wurde eine Beratung gefördert, danach die Umsetzung mit 30 Prozent der Kosten, höchstens 6.000 Euro. Die Erstellung einer Website und der Aufbau eines Webshops waren ausdrücklich förderbar, reine Design-Updates nicht.
2026 gab es noch eine Runde, mit Beratungen ab Jänner und neuen Umsetzungsanträgen ab Mai. Inzwischen meldet die Programmseite, dass das Budget vollständig ausgeschöpft ist. Neue Anträge sind nicht möglich, und ab 2027 soll das Programm wegen der Budgetkonsolidierung des Bundes nicht weitergeführt werden.

Was fördert die Wirtschaftsagentur Wien?
Für Unternehmen in Wien ist die Förderung Digitalisierung derzeit das wichtigste Programm, die WKO fasst die Bedingungen zusammen. Gefördert werden bis zu 50 Prozent der förderbaren Kosten, höchstens 50.000 Euro. Die Projektkosten müssen mindestens 10.000 Euro betragen, und das Unternehmen braucht einen Wiener Standort, der seit mindestens einem Jahr besteht. Projekte dürfen bis zu zwei Jahre laufen. Die Einreichungen werden im Wettbewerb bewertet, nicht jedes Projekt kommt zum Zug.
Die Einschränkung, an der die meisten Website-Wünsche scheitern: Gefördert werden ganzheitliche Digitalisierungsprojekte, keine Einzelmaßnahmen und keine reinen Webshops. Eine neue Website kann trotzdem dabei sein, wenn sie Teil einer echten Veränderung im Unternehmen ist. Etwa wenn ein Handwerksbetrieb Anfrage, Angebot und Terminplanung digitalisiert und die Website der Einstieg dafür ist. Oder wenn ein Händler Warenwirtschaft, Shop und Logistik verbindet, ähnlich wie wir es für den Energiegroßhändler Solarsolution mit einer Anbindung an die Warenwirtschaft Xentral gebaut haben.
Das Programm läuft Ende 2026 aus. Ob es danach ein Nachfolgeprogramm gibt, war bei Redaktionsschluss nicht bekannt.
Woran scheitern Förderanträge?
Fast immer an der Reihenfolge. Bei den meisten Programmen muss der Antrag gestellt sein, bevor das Projekt beginnt. Wer zuerst beauftragt und dann einreicht, geht in der Regel leer aus. Das sollte man klären, bevor man ein Angebot unterschreibt.
Förderstellen wollen außerdem sehen, was genau gemacht wird. Ein Angebot mit einer einzigen Pauschalzeile ist schwer zu prüfen, ein aufgeschlüsseltes hilft. Den Eigenanteil sollte man realistisch einplanen, und meistens muss die ganze Summe vorfinanziert werden. Rechnungen und Zahlungsbelege braucht es für die Abrechnung. Und ein Projekt sollte auch ohne Förderung Sinn ergeben, weil Budgets ausgehen und Wettbewerbe verloren werden können.
Was tun, wenn es keine passende Förderung gibt?
Für die meisten kleinen Websites ist das 2026 der Normalfall. Dann lohnt es sich, klein zu starten und später zu erweitern, Texte und Fotos so weit wie möglich selbst zu liefern und das System passend zu wählen. Nicht jede Website braucht eine individuelle Entwicklung, das zeigt der Vergleich WordPress, Wix, Webflow oder selbst entwickelt? Wie eine Website steuerlich behandelt wird, klärt man am besten mit der Steuerberatung.
Was realistische Preise sind, steht im Artikel Was kostet eine Website in Österreich? Eine Förderzusage können wir nicht versprechen. Wir können aber im Erstgespräch prüfen, ob ein Programm in Frage kommt, und Angebote und Projektbeschreibungen so aufbereiten, dass sie für eine Einreichung taugen.
Häufige Fragen
Wird eine neue Website in Österreich gefördert?
Eine Website allein derzeit kaum. KMU.DIGITAL, das Websites und Webshops gefördert hat, ist ausgeschöpft und endet. In Wien kann eine Website als Teil eines größeren Digitalisierungsprojekts über die Wirtschaftsagentur förderbar sein.
Ist KMU.DIGITAL 2026 noch verfügbar?
Nein. Laut Programmseite ist das Budget vollständig ausgeschöpft, neue Anträge sind nicht möglich, und ab 2027 soll das Programm nicht weitergeführt werden.
Wie viel fördert die Wirtschaftsagentur Wien?
Bis zu 50 Prozent der förderbaren Kosten, höchstens 50.000 Euro, bei Projektkosten ab 10.000 Euro. Die letzte Einreichfrist im aktuellen Programm ist der 31. Dezember 2026.
Hilft mowa.studio beim Förderantrag?
Eine Förderzusage können wir nicht garantieren. Wir prüfen aber im Erstgespräch, ob ein Programm in Frage kommt, und liefern aufgeschlüsselte Angebote und Projektbeschreibungen für die Einreichung.