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Was Patienten auf der Website einer Ordination suchen

Von mowa.studio · Webdesign, Branding & Animation aus Wien · Veröffentlicht am · Aktualisiert am

Klinisch beleuchtetes Termin-Display mit transparenter blauer Grafikfolie und dem Schriftzug Zeit für Sie

Die Website einer Ordination muss zuerst drei Dinge beantworten: Wann ist offen, mit welchen Kassen wird abgerechnet, und wie komme ich zu einem Termin? Erst danach interessieren sich Patienten für Leistungen, Team und Ausstattung. Dazu kommen echte Fotos, eine Sprache, die Patienten verstehen, und die Grenzen, die die Ärztekammer der Selbstdarstellung setzt.

Wir haben Websites für mehr als zehn Ordinationen und Therapiepraxen in Wien gebaut, von der Einzelpraxis bis zur Gemeinschaftspraxis Ärzte am Augarten. Die Fachrichtungen waren verschieden, die Fragen der Patienten fast immer dieselben.

Was auf die Startseite gehört

Wer eine Ordination googelt, hat ein Anliegen. Schmerzen, eine Überweisung, ein Kind mit Fieber. In dieser Situation will niemand durch ein Menü klicken.

Auf die Startseite gehören deshalb die Ordinationszeiten, inklusive Urlaub und Vertretung. Eine Website, auf der „geöffnet“ steht, während die Praxis drei Wochen zu hat, ärgert mehr als jede fehlende Information. Gleich daneben die Frage nach den Kassen: ÖGK, BVAEB, SVS oder Wahlarztordination. Für viele Patienten entscheidet das, ob sie überhaupt weiterlesen.

Dann der Weg zum Termin. Eine Telefonnummer, die man am Handy antippen kann, und ein klarer Satz, ob Akutpatienten ohne Termin kommen dürfen. Und die Anfahrt mit Adresse, nächster Öffi-Station und der Frage, ob es einen Lift gibt. Die wird erstaunlich oft vergessen.

Alles andere, also Leistungen, Schwerpunkte, Team und Geräte, ist wichtig. Es kommt nur danach.

Praxis-Signaletik als Acrylmockup mit den Bereichen Kontakt, Zeiten und Termine
Konzeptmockup: Kontakt, Ordinationszeiten und Terminbuchung sollten auf den ersten Blick auffindbar sein.

Leistungen so erklären, dass Patienten sie verstehen

Ärztinnen und Ärzte schreiben gern so, wie sie mit Kollegen sprechen. Für Patienten funktioniert das selten. Wir fangen deshalb beim Anliegen an statt beim Verfahren: „Schmerzen in der Schulter, wenn Sie den Arm heben“ trifft eher als „Diagnostik des subakromialen Impingements“.

Danach erklären wir den Ablauf. Was passiert beim ersten Termin, wie lange dauert er, was soll man mitbringen? Bei Wahlärzten und Privatleistungen hilft ein Satz dazu, ob und wie viel die Kasse zurückzahlt.

Fachbegriffe streichen wir dabei nicht, wir erklären sie. Viele Patienten haben das Wort auf ihrem Befund gelesen und suchen genau danach. Wer seine Leistungen in der Sprache der Patienten beschreibt und die Fachbegriffe trotzdem nennt, wird für beide Arten von Suchanfragen gefunden.

Was darf ein Arzt auf seiner Website werben?

Erlaubt ist sachliche Information über die eigene Tätigkeit. Verboten ist, was unsachlich, unwahr oder marktschreierisch ist. § 53 des Ärztegesetzes verbietet Informationen, die unsachlich oder unwahr sind oder dem Ansehen des Standes schaden. Ein generelles Werbeverbot ist das nicht. Ärztinnen und Ärzte dürfen über ihre Arbeit informieren.

Die Details regelt die Verordnung „Arzt und Öffentlichkeit 2014“ der Österreichischen Ärztekammer. Erlaubt sind sachliche Informationen über Fachgebiet, Schwerpunkte und Leistungen, eine eigene Homepage, Fotos von Praxis und Team und Erinnerungen an Kontrolltermine. Patientennamen oder Patientenfotos dürfen nur mit Einwilligung verwendet werden. Verboten sind herabsetzende Aussagen über Kollegen, eine fälschlich behauptete Alleinstellung, aufdringliche oder marktschreierische Selbstdarstellung und Werbung für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Für ästhetische Behandlungen gilt zusätzlich ein eigenes Bundesgesetz. Werbung mit besonders günstigen Preisen oder Gratisberatungen ist dort untersagt, bearbeitete Fotos müssen als verändert gekennzeichnet sein.

In der Praxis formulieren wir lieber nüchtern und genau. Das passt zu den Regeln und zu dem, was Patienten erwarten. Bei Detailfragen, etwa zu Bewertungen oder Vorher-nachher-Bildern, verweisen wir an die Ärztekammer.

Lohnt sich eine Online-Terminbuchung?

Online-Buchung entlastet das Telefon, und viele buchen lieber abends auf dem Sofa als morgens in der Warteschleife. Für jede Praxis passt sie trotzdem nicht. Wo Termine nach Dringlichkeit vergeben werden, braucht es weiter das Gespräch.

Gut funktioniert ein Mittelweg. Online buchbar sind klar umrissene Termine wie Vorsorge, Impfung oder Kontrolle, für alles andere gibt es die Telefonnummer. Ob ein externes Buchungstool oder eine Lösung in der Website besser passt, hängt vor allem von der Ordinationssoftware ab.

Sobald Patienten über die Website Verträge abschließen, kann das Barrierefreiheitsgesetz ins Spiel kommen. Die meisten Einzelpraxen sind als Kleinstunternehmen ausgenommen. Mehr dazu im Artikel Muss meine Website jetzt barrierefrei sein?

Termin-Karten als Drucksortenmockup in Dunkelgrün und Creme
Konzeptmockup: Der Weg zum Termin sollte kurz, verständlich und gut sichtbar sein.

Datenschutz bei Gesundheitsdaten

Gesundheitsdaten sind nach der DSGVO besonders geschützt. Für die Website heißt das: Fragen Sie im Kontaktformular nicht nach Beschwerden oder Diagnosen, wenn Sie sie nicht brauchen. Ein Feld „Anliegen“ mit dem Hinweis, keine Gesundheitsdaten einzutragen, reicht meistens. Die Formulare laufen verschlüsselt, und die Nachrichten landen nicht in einem privaten Postfach. Mit Analyse- und Marketing-Tools sind wir auf Praxis-Websites besonders sparsam, weil jedes zusätzliche Tracking dort schwerer wiegt.

Ins Impressum gehören neben Name, Adresse und Kontakt die Berufsbezeichnung, die zuständige Ärztekammer und ein Hinweis auf das Ärztegesetz.

Wie wird eine Ordination bei Google gefunden?

Patienten suchen lokal: „Orthopäde 1090“, „Kinderarzt Döbling Kasse“. Dafür braucht es ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit richtigen Öffnungszeiten, und eine Website, die Fachrichtung, Bezirk und Leistungen klar benennt und schnell lädt.

Oft lohnt sich der genauere Begriff. Für Endo Dr. Schrutka haben wir nicht auf „Endoskopie“ gesetzt, sondern auf „sanfte Endoskopie“, den Schwerpunkt der Ordination. Bei dieser Suche steht die Website bei Google auf Platz 2 (Stand Oktober 2026).

Eine kompakte Praxis-Website beginnt bei uns bei etwa 3.000 Euro und ist in zwei bis drei Wochen fertig, wenn Texte und Fotos vorliegen. Die meiste Zeit kostet erfahrungsgemäß die Abstimmung der Inhalte, die neben dem Ordinationsbetrieb passieren muss.

Häufige Fragen

Was muss auf die Website einer Arztpraxis?

Ordinationszeiten mit Urlaub und Vertretung, die Kassen oder der Hinweis auf eine Wahlarztordination, ein Weg zum Termin und die Anfahrt. Danach kommen Leistungen, Team und Ausstattung.

Darf ich als Arzt Patientenbewertungen zeigen?

Die Verordnung „Arzt und Öffentlichkeit 2014“ erlaubt Patientennamen und -bilder nur mit Einwilligung, und jede Darstellung muss sachlich bleiben. Im Zweifel klären Sie das mit der Ärztekammer.

Was gehört ins Impressum einer Arzt-Website?

Neben Name, Adresse und Kontakt die Berufsbezeichnung, die zuständige Ärztekammer und ein Hinweis auf das Ärztegesetz als berufsrechtliche Vorschrift. Grundlage ist § 5 E-Commerce-Gesetz.

Fällt eine Praxis-Website unter das Barrierefreiheitsgesetz?

Eine reine Informationswebsite meistens nicht. Mit Online-Buchung, bei der ein Vertrag entsteht, kann es anders aussehen. Die meisten Einzelpraxen sind als Kleinstunternehmen ohnehin ausgenommen.

Was kostet eine Praxis-Website bei mowa.studio?

Eine kompakte Praxis-Website beginnt bei etwa 3.000 Euro und ist in zwei bis drei Wochen fertig. Mit mehreren Ärzten, CMS oder Terminbuchung liegt sie meist bei 4.000 bis 8.000 Euro. Wir haben Websites für mehr als zehn Ordinationen in Wien umgesetzt.

Über mowa.studio

mowa.studio ist ein inhabergeführtes Studio für Webdesign, Branding und Animation in Wien, spezialisiert auf 3D im Web mit WebGL und Three.js. Seit 2016 sind über 100 Websites und mehr als 100 Markenidentitäten für Unternehmen im DACH-Raum entstanden, unter anderem für ÖBB, Ärzte am Augarten und Eurea Real Estate. Projekte ansehen

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