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Relaunch ohne Ranking-Verlust

Von mowa.studio · Webdesign, Branding & Animation aus Wien · Veröffentlicht am

Aufgerissenes Straßenplakat, das eine leuchtend orange Relaunch-Kampagne mit dem Wort Weiter freilegt

Ein Relaunch kostet dann Rankings, wenn alte Adressen ins Leere laufen. Die wichtigste Maßnahme ist deshalb eine vollständige Liste aller bisherigen URLs und eine dauerhafte 301-Weiterleitung von jeder alten auf die passende neue Seite. Dazu kommen gleichwertige Inhalte, eine neue Sitemap und ein genauer Blick in die Google Search Console in den Wochen nach dem Launch.

Wir haben etliche Relaunches begleitet, auch bei Kunden, mit denen wir seit Jahren arbeiten. Die Website von Fratelli Barbaro betreuen wir seit 2018 und haben sie in dieser Zeit mehrmals weiterentwickelt. Ein neues Design verliert erfahrungsgemäß selten Sichtbarkeit. Vergessene Weiterleitungen, gelöschte Inhalte und versehentlich indexierte Testumgebungen dagegen schon.

Was ist vor einem Relaunch zu tun?

Bevor das erste Design entsteht, sammeln wir alle Adressen der bestehenden Website: aus der Sitemap, aus der Search Console und mit einem Crawler wie Screaming Frog. PDFs, Bilder, die gefunden werden, und alte Kampagnenseiten gehören dazu.

Dann schauen wir, welche Seiten wirklich zählen. Welche bekommen Besucher aus Google, welche bringen Anfragen, auf welche verlinken andere Websites? Diese Seiten brauchen auf der neuen Website eine Entsprechung, auch wenn sie anders aussehen. Eine Seite, die für eine wichtige Suche rankt, ersatzlos zu streichen, ist der teuerste Fehler bei einem Relaunch.

Bevor sich etwas ändert, exportieren wir außerdem Klicks, Impressionen und Suchanfragen pro Seite aus der Search Console. Ohne diese Basis lässt sich später nicht sagen, ob etwas verloren gegangen ist.

Aus all dem entsteht eine einfache Tabelle mit zwei Spalten, alte Adresse und neue Adresse. Jede Zeile wird später zu einer Weiterleitung.

Gestaltete Relaunch-Planung mit drei Karten für Bestand, Zuordnung und Launch
Konzeptmockup: Erst bestehende Seiten erfassen, dann neue Ziele zuordnen und den Launch vorbereiten.

Wie richtet man Weiterleitungen beim Relaunch ein?

Google empfiehlt in seiner Anleitung zum Website-Umzug bei geänderten Adressen dauerhafte, serverseitige Weiterleitungen mit dem Statuscode 301 oder 308. Damit wissen Suchmaschinen, dass die Seite umgezogen ist, und die Signale der alten Adresse gehen weitgehend auf die neue über.

Jede alte Seite zeigt dabei auf die inhaltlich passende neue Seite. Alles pauschal auf die Startseite umzuleiten, funktioniert nicht, Google behandelt solche Weiterleitungen oft wie gelöschte Seiten. Ketten vermeiden wir: Wenn A auf B und B auf C zeigt, soll A direkt auf C zeigen. Und die Weiterleitungen bleiben stehen. Google empfiehlt mindestens ein Jahr, wir lassen sie dauerhaft, weil alte Links, Lesezeichen und Visitenkarten noch Jahre später verwendet werden.

Das Werkzeug zur Adressänderung in der Search Console brauchen Sie nur, wenn die Domain wechselt. Bei einem Relaunch auf derselben Domain ist es nicht nötig.

Was ist am Tag des Launches zu prüfen?

An diesem Tag passieren die meisten vermeidbaren Fehler. Wir gehen jedes Mal dieselbe Liste durch:

  1. Die Weiterleitungen sind aktiv und für die wichtigsten Seiten von Hand getestet.
  2. Die robots.txt sperrt die Website nicht. Testumgebungen werden oft mit „Disallow“ oder „noindex“ geschützt, und diese Einstellung wandert gern mit auf die Live-Seite.
  3. Seitentitel, Beschreibungen und Überschriften sind für alle wichtigen Seiten gesetzt.
  4. Die neue XML-Sitemap ist erreichbar und in der Search Console eingereicht.
  5. Canonical-Tags zeigen auf die echte Domain und nicht auf die Testumgebung.
  6. Formulare kommen an, Tracking und Cookie-Einwilligung funktionieren.
  7. Die Ladezeit passt. Nach den Core Web Vitals gilt eine Seite als gut, wenn der größte Inhalt nach höchstens 2,5 Sekunden steht und beim Laden nichts verrutscht.
  8. Die Testumgebung ist geschützt oder abgeschaltet, damit keine doppelten Inhalte im Index landen.

Wie lange dauert es, bis sich Rankings erholen?

Google weist selbst darauf hin, dass Rankings nach einem Umzug eine Zeit lang schwanken können. Entscheidend ist, was danach passiert.

In den ersten zwei Wochen sehen wir täglich in die Search Console, vor allem in den Bericht zur Indexierung und in die gefundenen 404-Fehler. Fast immer tauchen alte Adressen auf, die im Plan gefehlt haben, und jede davon bekommt nachträglich eine Weiterleitung. Danach vergleichen wir Klicks und Rankings Seite für Seite mit dem Export von vorher. Und wir schauen auf die Anfragen, denn am Ende soll die neue Website mehr Kunden bringen als die alte.

Bei einer sauberen Umsetzung stabilisieren sich die Rankings meist innerhalb weniger Wochen. Große Websites mit vielen Unterseiten brauchen länger, weil Google alles neu crawlen muss.

Ein Relaunch ist auch ein guter Anlass, das System zu überdenken, dazu passt der Vergleich WordPress, Wix, Webflow oder selbst entwickelt? Und wer schon dabei ist, kann die Website gleich für KI-Suchmaschinen lesbar machen: Wie man in ChatGPT als Empfehlung auftaucht.

Häufige Fragen

Verliert man bei einem Relaunch Google-Rankings?

Nicht zwangsläufig. Leichte, vorübergehende Schwankungen sind normal. Dauerhafte Verluste entstehen fast immer durch fehlende Weiterleitungen, gelöschte Inhalte oder eine gesperrte robots.txt.

Wie lange müssen Weiterleitungen bestehen bleiben?

Google empfiehlt mindestens ein Jahr. Wir lassen sie dauerhaft bestehen, weil alte Links, Lesezeichen und Visitenkarten oft noch Jahre später verwendet werden.

Brauche ich das Werkzeug zur Adressänderung in der Search Console?

Nur wenn sich die Domain ändert. Bei einem Relaunch auf derselben Domain reichen die Weiterleitungen und eine neue Sitemap.

Was kostet ein Website-Relaunch?

Ähnlich viel wie eine neue Website, bei uns ab etwa 3.000 Euro für kompakte Websites. Analyse und Weiterleitungsplan sind bei jedem unserer Relaunches dabei.

Über mowa.studio

mowa.studio ist ein inhabergeführtes Studio für Webdesign, Branding und Animation in Wien, spezialisiert auf 3D im Web mit WebGL und Three.js. Seit 2016 sind über 100 Websites und mehr als 100 Markenidentitäten für Unternehmen im DACH-Raum entstanden, unter anderem für ÖBB, Ärzte am Augarten und Eurea Real Estate. Projekte ansehen

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